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Yoga

Geschichte und Herkunft

Yoga kann auf eine Jahrtausend alte Geschichte zurückblicken. Auch wenn es keine Belege für das exakte Jahr gibt, so ist dennoch bekannt, dass die Buddhisten bereits 500 v. Chr. Schulungen in Yoga vornahmen.
Der Ursprung des Yoga liegt in Indien und es wird vermutet, dass es sich nahezu zeitgleich mit der Meditation entwickelte und später den Weg zu den Buddhisten, in die USA und Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich nach Europa fand.

Yoga und die Religion – körperliche Balance für mehr geistige Konzentration

Wie auch die Meditation war das Yoga in seiner ursprünglichen Form eine rein religiöse Praktik. Zum Gebet wurde eine entspannende Körperhaltung eingenommen, die so ausgerichtet wurde, dann Energien fließen konnten und äußere Einfluss vom Körper aufgenommen wurden. Ein Beispiel zeigt die heute noch typische Handhaltung, bei der die Finger einer jeden Hand über die anderen gelegt werden und die Handinnenflächen nach oben zeigen. Auf diese Weise soll das Licht Gottes aufgefangen in den Körper transportiert werden.

Yoga Kleidung – bequem und luftig

In erster Linie ist es wichtig, dass die Yoga-Kleidung ausreichend Bewegungsfreiheit bietet. Elastische Materialien sind empfehlenswert, die sich flexibel jeder Bewegung anpassen. In der Regel wird beim Yoga eine lange oder zumindest über das Knie reichende Hose getragen. Vor allem die Fußgelenke sollten dabei nicht verdeckt werden, da zahlreiche Yoga-Arten das Umfassen der Knöchel vorsehen, welches auf einem Hosenmaterial oftmals nicht oder nur bedingt durchzuführen ist.
Das Oberteil sollte eng anliegen. Dies ist deshalb wichtig, damit die Körperhaltung insbesondere im Rückenbereich ersichtlich ist und gegebenenfalls ein Rundrücken besser erkannt und korrigiert werden kann. Allerdings sollte das Oberteil nicht so eng sein, dass es zu Druckstellen kommt. Dies könnte unter Umständen den reibungslosen Energiefluss sowie die Konzentrationsfähigkeit stören. An kalten Orten ist ein wärmende Kleidung vor allem bei Yoga-Arten ratsam, die lange Ruhephasen beinhalten. Auf diese Weise wird einem auskühlen der Muskulatur verhindert, die sich ansonsten nicht entspannen könnte.
Weder Gymnastikschuhe noch Turnschuhe müssen angeschafft werden. Das Yoga wird barfuß praktiziert.

Mit Hatha Yoga zum inneren und körperlichen Gleichgewicht finden

Das Hatha Yoga wird schon seit dem 7. Jahrhundert praktiziert. Zwei indische Gelehrte und Fischer erweckten diesen Yoga-Stil zum Leben, während aber erst im 14. Jahrhundert die sogenannte Hathapradipika verfasst wurde, in der explizite Beschreibungen über die verschiedenen Hatha Techniken, Wirkungen sowie über Asanas erfolgten.
Hatha Yoga kann in unterschiedlichen Yoga-Haltungen praktiziert werden und bedeutet soviel wie kraftvoll und bewusst. Das Ziel von Hatha Yoga ist die Stärkung der Muskulatur und des Geistes sowie der Körperausrichtung. Mit den regelmäßigen Übungen wird der innere- sowie körperliche Gleichgewichtssinn gefestigt sowie die Flexibilität verbessert.
Durch die unterschiedlichen Yoga-Haltungen werden im Körper die Kanäle geöffnet, damit ein freier Fluss der Energie erfolgen kann. Hauptsächlich beinhaltet das Hatha Yoga langsame und entspannte Bewegungsabläufe sowie Haltungen. Daher ist der Hatha Yoga-Stil optimal für Anfänger sowie Menschen mit Bewegungseinschränkungen beziehungsweise Unbeweglichkeit geeignet und bietet einen perfekten Einstieg, wenn höhere Yoga-Formen angestrebt werden.

Der Begriff Hatha lässt sich in zwei Wörter teilen, die das das Prinzip des Hatha Yogas in ihrer Entgegensätzlichkeit von einen ausgeglicherem sowie gestärktem Wesen verdeutlichen. So bedeutet „ha“ die Sonne und „tha“ der Mond. Neben den Bewegungs- und Haltungsabläufen spielen auch Atemübungen und die Konzentration auf das Hier und Jetzt eine große Rolle. Je geübter man im Hatha Yoga ist, desto besser sind die Übungen auszuführen und man erreicht den Zustand einer Meditation. Daraus ergibt sich ein leistungsfähigerer Körper sowie Geist, die Konzentration steigt, Stress wird abgebaut und der Körper erlebt eine Tiefenentspannung. Zudem hilft das Hatha Yoga gegen Nacken- und Rückenschmerzen, depressiven Verstimmungen sowie Schlafstörungen und Bluthochdruck.

Das hatte Yoga beinhaltet zahlreiche Yoga Übungen, die sich über Sitzhaltungen wie zum Beispiel den Lotus- oder Schuster-Sitz, dem Streck-Asanas mit einer Fisch oder Bodenhaltung sowie Handstand oder Kranich-Übungen, erstrecken. Wichtig hierbei ist die Regelmäßigkeit des Hatha- Yogas, um ein Ziel zu erreichen, das lange in einer Hatha-Körperhaltung ausgeharrt werden kann. Denn nur auf diese Art und Weise kann der Energiefluss langfristig gefördert und eine körperliche sowie geistige Ausgeglichenheit erlangt werden.

Kundalini Yoga – für ein besseres Leben

Kundalini stammt ursprünglich aus dem Hinduismus, wo es sich zu einer religionsübergreifende Tradition entwickelte und später als tantrische Tradition auch im tibetanischen Buddhismus einen Platz einnahm. Genaue Anleitungen beziehungsweise Beschreibungen des Kundalini Yoga existieren aus den Ursprungsjahren vor einigen Jahrhunderten nicht.

Bei dem Kundalini Yoga geht es im Wesentlichen um die sogenannte kosmische Ur-Energie, ohne die eine Schöpfungs-Evolution und deren kontinuierlicher Fortlauf nicht möglich gewesen wäre beziehungsweise möglich ist. So sorgt diese kosmische Ur-Energie, auch Shakti genannt, bei Menschen für das natürliche Verlangen Höheres erstreben zu können, umso in zahlreichen Lebensbereichen Besseres erreichen zu können.
Aufgrund dessen sind Menschen in der Regel stets auf der Suche, die Ruhelosigkeit auslöst. Durch das Kundalini Yoga können sogenannte Kundalini Energien freigesetzt werden, welches zur Folge hat, dass die Ruhelosigkeit durch einen spirituellen Vorgang durch Ausgeglichenheit ersetzt wird, eine Persönlichkeits-Stabilisierung erfolgt, das Bewusstsein sich erweitert und der Alltag energiereicher bewältigt werden kann.
Fragen wie beispielsweise wer man ist, wohin man will oder worin der Sinn des Lebens besteht, werden durch die Kundalini-Energie sowie dem regelmäßigen Kundalini Yoga beantwortet und veranlassen dazu, losgelöster Wegrichtungen einzuschlagen, an deren Ende Zufriedenheit und Erfolg warten.
Je nachdem, wie die eigenen Ansprüche sind, bietet das Kundalini Yoga verschiedene Techniken an, durch die gezielt bestimmte Energien freigesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich spirituelle Erfahrungen aus den verschiedensten Themenbereichen in das eigene Bewusstsein transportieren. Grundsätzlich lassen sich die Kundalini Yoga Techniken in systematisches Vorbereitungen, das Reinigen und Stärken des vollständigen Körpers, Geist-Systems und des Erweckens sowie in das Lenken der Energien einteilen.

Kundalini Yoga ist ein sehr beliebter Yoga-Stil, der positiv das Leben beeinflussen kann. Allerdings erfordert dies, dass sich strikt an die Techniken gehalten wird und auch eine entsprechende Ernährung dazu erfolgt. Von Abweichungen sollte abgesehen werden. Empfehlenswert ist es, diese Yoga-Form unter fachlicher Anleitung zu erlernen, damit die Wirkung von Kundalini auch langfristig Erfolg zeigt.

Ashtanga Yoga mit Bewegungsfluss

Das Ashtanga Yoga unterscheidet sich im Vergleich zu zahlreichen anderen Yoga Arten, durch dynamische und kraftvolle Übungen. Während Yoga überwiegend auf Körperhaltungen in langen Ruhezuständen basieren, sind bei dem Ashtanga Yoga bestimmte Reihenfolge an unterschiedlichen Haltungsformen zu beobachten, die in einem Bewegungsfluss ausgeführt werden.

Übersetzt heißt Ashtanga „acht Glieder“, die im Yoga und der Meditation als die 8 Pfade betitelt werden und die Basis des klassischen Yoga bilden. Dieser achtgliedrige Pfad führt an das Ziel der Selbstverwirklichung. Die einzelnen Gliederungen unterteilen sich wie folgt:

  • Yama zur ethischen Disziplin
  • Niyama zur Selbstbeobachtung
  • Arsana bezieht sich auf die Haltung
  • Pranayama beinhaltet die Atemkontrolle
  • Pratyahara beeinflusst die Sinne positiv
  • Dharana ist die Konzentration
  • Dhyana steht für die Meditation
  • Samadhi stellt den Zustand von Freude sowie des Friedens da.

Im Ergebnis zeigt sich das Praktizieren von Ashtanga Yoga für all diejenigen vorteilhaft, die ihren Körper kräftigen möchten, sich nach einem ruhigen Geist sehnen und ein ganzheitliches Wohlbefinden erzielen möchten. Das Grundprinzip von dem Ashtanga Yoga erstreckt sich über vier unterschiedliche Bereiche. Eine davon nennt sich Ujjahi. Hierbei geht es um die Atemkontrolle, durch die dem Körper mehr Energie zugefügt und für eine verbesserte Atemfähigkeit sorgt.
Unter Vinyasa ist die Synchronisation von Bewegungen und Atmung zu verstehen. Dabei kommt es darauf an, das für jeden Bewegungsablauf ein Atemrhythmus eingehalten wird. Bewegungen, die nicht mit einem Atemrhythmus in Einklang zu bringen sind, gehören nicht in den Bereich des Ashtanga Yoga.
Bandha beschreibt subtile Muskelanspannungen, die sich über bestimmte Bereiche des Körpers während der Yogaübungen erstrecken. Hier gibt es wiederum unterschiedliche Bereichseinteilungen. Bei Bhanda ziehen sich die Muskelkontraktionen wie ein Band durch den Körper. Dazu wird dieser auf- und ausgerichtet, so dass unterschiedliche Muskelpartien aktiviert werden. Die Folge daraus ist ein Schutz und eine Stabilisierung des Körpers, ein warmes Wohngefühl kommt auf und der Geist wird fokussiert.
Unter Dristi ist so viel wie ein Blickpunkt gemeint. Beim Ashtanga Yoga werden Bewegungen nur in Verbindung mit einem festen Blickpunkt ausgeführt. Dies bewirkt, dass äußere Einflüsse abgegrenzt und die Aufmerksamkeit ganz auf das Innere gelegt werden können. Dadurch kommt Ruhe in den Geist und eine innere Ausgeglichenheit macht sich breit.

Mit der Ausführung von regelmäßigem Ashtanga Yoga und Einbezug all der genannten Punkte zur Ausübung, kann bereits nach wenigen Yoga Stunden das volle Potenzial des Ashtanga wahrgenommen werden. Dabei werden sowohl meditative als auch spirituelle Dimensionen erreicht. Dies ist der Punkt, wo Freude und Frieden an Körper und Geist ausgeschüttet wird. Es wird ein Gespür für Toleranz und Akzeptanz, Recht und Unrecht sowie Gut und Böse entwickelt. Dies lässt in der Folge Entscheidungen treffen, was einem nicht gut tut, welche Aktionen besser unterlassen werden sollten oder wo ein Bedarf an Veränderungen oder Ergänzungen besteht.

Yin Yoga – in der Ruhe liegt die Kraft

Während sich die meisten Yoga-Arten in den sportlichen Bereich eingegliedert werden können, zeigt sich das Yin Yoga mit Übungen und Körperhaltungen, welche rein auf Ruhe zielen. Bei Yin Yoga handelt es sich um eine bisher unbekannte Yoga-Art, die allerdings bereits in zahlreichen Fitnessstudios großen Anklang finden. Yin Yoga sollte nicht als Konkurrenz unter allen anderen Yoga-Stilen angesehen werden, sondern vielmehr versteht sich das Yin Yoga als eine Ergänzung.
In der Regel wird das Yin Yoga mit dem Yang Yoga kombiniert, um ein optimales Gleichgewicht herzustellen. Diese Kombination verbindet perfekt Aktivität und Passivität. Wie bereits erwähnt, besteht dass Yin Yoga aus ruhigen Abläufe, die darauf zielen, tief ins Innere zu gelangen. Im Kontrast dazu steht das Yang Yoga mit einer Aktivität, die energetisierend sowie wärmeaufbauend wirkt und auf einer muskulären Ebene basiert. Aufgrund dessen, dass sich Yin Yoga auf die Ausfaltung innerer und körperliche Ruhe beschränkt, eignet sich dieser Yoga-Stil hervorragend bei psychischen oder physischen Stress.

Das Yin Yoga kann auch Faszien Yoga genannt werden. Bei Faszien handelt es sich um ein Bindegewebe, das sich tief im Unterhautgewebe befindet. Entgegen einstiger Forschermeinungen, bei Faszien würde es sich lediglich um ein unwesentlich wichtiges Detail im Körper handeln, weiß man allerdings heute, das Faszien als ein 6. Sinnesorgan angesehen werden kann. Und hier setzt das Yin Yoga an, indem es auf die Faszien wirkt, die auch Muskelgewebe ummanteln.
Das Yin Yoga sorgt dafür, das durch kontrollierte Atemtechniken sowie Entspannungshaltungen und Aktivierung innerer Energie-Kapazitäten, jeder Muskeln auch tief im Inneren des Körpers, Entspannung widerfährt. Das Ziel ist es, durch diese Tiefenentspannung den Körper jeglichen Druck zu nehmen, wodurch Stress abgebaut wird, durch einen hören Sauerstofftransport das Gehirn besser versorgt wird und eine Kontrolle der Gedanken erlaubt, negatives Denken abzuschwächen und Alltagssorgen besser verarbeiten zu können.

In einer Welt, wo es immer lauter wird, das Telefon ständig klingelt und jeder unter Leistungsdruck steht, ist es wichtig Körper und Geist regelmäßig Ruhe zu gönnen. Während oberflächliche Ruhe, wie sie zum Beispiel bei einem kurzen Mittagsschlaf zu finden ist, schnell wieder vergeht, zielt das Yin Yoga darauf, langfristig Körper und Geist zu mehr psychischer und physischer Ruhe und Gelassenheit zu verhelfen. Damit wird der Körper weniger anfällig für Erkrankungen, das Immunsystem gestärkt und die Konzentrationsfähigkeit nimmt spürbar zu.

Bikram Yoga – jetzt wird es heiß

Während es bei den meisten Yoga-Arten eher gemächlich und relaxt zu geht, zeigt sich das Bikram Yoga von einer Seite, die dem Körper einiges abverlangt. Der Entwickler Bikram Choudhury nennt es selbst das Yoga in einer Folterkammer.
Das Bikram Yoga ist eine neue Version des sogenannten Hot Yoga, das nicht zu Unrecht diesen Namen trägt, denn es wird in einem heißen Raum praktiziert, dessen Temperatur über der eigenen Körpertemperatur liegt. Die räumlichen Bedingungen sollten mindestens 40 Grad betragen und eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 40% besitzen.

Das Bikram Yoga beinhaltet 26 Hatha Yoga Übungen und zwei Atemtechniken. Über einen Zeitraum von 90 Minuten werden die unterschiedlichen Yoga-Asanas praktiziert. Das Grundprinzip beim Bikram Yoga basiert auf der äußeren Erwärmung des Muskel-, Bänder- und Sehnen-Apparates, sodass sich auf diese Weise die Dehnungskapazität erhöht, aber auch gleichzeitig das Verletzungsrisiko minimiert wird.
Die Bikram Yoga Übungen sind überwiegend aus komplexen zusammengesetzt. Dies soll den Blutkreislauf mit mehr Sauerstoff anreichern. Bikram Yoga wird grundsätzlich vor einem Spiegel ausgefüllt, damit eine Selbstkontrolle ermöglicht und Haltungsfehler vermieden werden. Das Bikram Yoga zielt darauf hinaus, eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden zu nehmen. Zudem kann durch die schweißtreibende Yoga-Art das Gewicht reduziert werden, Schadstoffe werden aus dem Körper ausgeschlossen, Muskeln können sich besser definieren lassen und das Immunsystem wird gestärkt.

Die einzelnen Übungen sind im Ganzen darauf ausgerichtet, dem Körper durch gezielte Atemtechniken und spirituellem Einfluss den Kopf frei zu bekommen und das Wahrnehmungsgefühl des eigenen Bewusstseins zu fördern. Insbesondere für Menschen mit Muskelverspannungen eignet sich das Bikram Yoga. Zudem verlangsamt es den natürlichen Alterungsprozess, macht die Haut geschmeidiger und sorgt für mehr Tatendrang.


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