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Hanfsamen

Hanfsamen

Hanfsamen sind die Samen der Hanfpflanze, botanisch Cannabis sativa. Sie sind außen olivgrün und glänzend und haben innen ein weißes Fruchtfleisch. In Nutzhanfsorten beträgt der Anteil von Tetrahydrocannabinol (THC)unter 0,2 %, er wirkt also nicht berauschend. Dieser niedrige Gehalt ist nicht natürlich, sondern durch Züchtung entstanden. Der Hanf keimt bei sehr niedrigen Temperaturen, nahe dem Gefrierpunkt und übersteht sogar Frost von -5 Grad. Wenn er allerdings gut gedeihen soll, benötigt er viel Wärme.

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Nährwert von Hanfsamen

  • 100 g Hanfsamen haben 586 kcal / 2.455 kJ. Ferner sind als Nährstoff enthalten
  • 33 g Eiweiß
  • 44 g Fett
  • 12 g Kohlenhydrate, davon 1 g Zucker
  • 5 g Ballaststoffe

Die Zusammensetzung des Fettes ist für den menschlichen Körper besonders gut. Mehr als 90 % der Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt, vor allem der hohe Bestandteil der essentiellen Fettsäure Linolsäure (50 bis 70 %) und Alpha-Linolensäure (15-25 %) macht die Hanfsamen besonders wertvoll. Alpha-Linolensäure ist eine sogenannte Omega-3-Fettsäure. Die meisten Öle enthalten nur Omega-6-Fettsäuren. Für den Körper ist das wenig vorteilhaft, weil das Verhältnis 0mega-6 zu Omega-3-Fettsäuren zu hoch ist. Hanfsamen kann diesen Mangel ausgleichen.
Hanfsamen enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Das Eiweiß liegt in globulärer Form vor und lässt sich einfach verdauen. Die zwei wichtigsten Proteine sind Edestin und Albumin. Edestin ähnelt ein wenig den Proteinen im Blutplasma. Das Protein ist Vorstufe verschiedener Hormone, vom Hämoglobin, Enzymen und Antikörper. Somit stärken Hanfsamen das Immunsystem.
Albumin dient im Körper als Radikalfänger und ist wichtig für das Wachstum von Kindern. Weitere wichtige Proteine sind Arginin und Histidin, die ebenfalls für das Wachstum von Kindern wichtig sind.

Hanfsamen enthalten auch viele Ballaststoffe. Durch die Fasern ist der Mensch gezwungen, die Hanfsamen gründlicher zu kauen. Die Ballaststoffe binden freie Gallensäure im Darm. Das regt die Leber an mehr Gallensäure aus Cholesterin zu bilden. Dies führt schließlich zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Gesundheitliche Bedeutung von Hanfsamen

Zunächst ist Hanfsamen ein nützlicher Stoff zum Abnehmen. Durch den hohen Ballaststoffgehalt sorgen die Samen für ein schnelles und langanhaltendes Sättigungsgefühl. Zusätzlich regen sie den Stoffwechsel an und der Heißhunger auf Süßes wird geringer. Die Ballaststoffe binden außerdem Giftstoffe im Darm und helfen so, diese schneller auszuscheiden.
Hanfsamen haben verhältnismäßig viele Kalorien, was sie besonders für das Frühstück optimal macht. Wer in der Früh ein wenig frisches Obst mit ein paar Esslöffel Hanfsamen genießt, bekommt auf einfache Weise genügend gesunde Energie für den Start in einen erfolgreichen Tag.
Durch die essentiellen Fettsäuren und die Proteine erhöht sich die Tätigkeit des Darms. Hanfsamen helfen also auch bei Verdauungsproblemen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind noch vor Krebs die Todesursache Nummer eins. Ein ganz wichtiger Faktor dabei ist das Cholesterin. Dieses kommt nur in tierischen Fetten vor, so dass Hanfsamen den Cholesterinspiegel nicht erhöht. Mehr noch: Durch sein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren hilft es sogar den Cholesterinspiegel zu senken. Ein hoher Cholesterinspiegel führt zu Ablagerungen in den Gefäßen, was wiederum den Blutdruck steigert und das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls erhöht.
Hanfsamen wirken sich auch positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Durch die essentiellen Fettsäuren wird Glukose schneller in das Blut aufgenommen. Die Eiweißstoffe unterstützen die Freisetzung von Glucagon, was als Gegenspieler des Insulins den Blutzuckerspiegel bei Bedarf wieder ansteigen lässt.
Für Sportler haben die Hanfsamen auch eine Reihe von Vorteilen. Durch starkes Training übersäuert die Muskulatur. Hanfsamen enthalten Vitamin E und Mineralien, die den pH-Wert neutralisieren. Die essentiellen Fettsäuren wirken entzündungshemmend und unterstützen die Muskelzellen bei ihrer Regeneration.
Die entzündungshemmende Wirkung der Fettsäuren wirkt sich auch auf die Gelenke aus. Durch langes Training sind diese oft entzündet und schmerzen. Hier sind vor allem die Omega-3-Fettsäuren nützlich, da sie die Heilungsprozesse in den Gelenken unterstützen.
Hanfsamen sind auch bei Hautproblemen nützlich. Die Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sind bei der atopischen Dermatitis wirksam. Wer täglich Hanfsamen zu sich nimmt, der merkt bald, dass sich die Trockenheit und der Juckreiz verringern. Zur Unterstützung dieses Prozesses kann auch Hanföl äußerlich aufgetragen werden.

Nebenwirkungen

Wie bei allen Stoffen muss sich auch hier der Körper erst an die vermehrte Zufuhr von Hanfsamen gewöhnen. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst mit einer geringen Menge am Tag, zum Beispiel 1 Esslöffel) zu beginnen und dann die Dosierung zu steigern. Wenn die Hanfdosis anfangs zu stark sind, können sich Magenbeschwerden, Übelkeit oder Völlegefühl einstellen. Die Beschwerden sind harmlos und verschwinden meist bald wieder.

Studien zum Hanf

Zum Hanf und zu den Hanfsamen gibt es nur wenige aktuelle Studien. Die meisten befassen sich mit der medizinischen und berauschenden Wirkung des Hanfs, was aber in diesem Zusammenhang nicht interessant ist.
Es gibt eine Studie Prof. Dr. Roland R. Theimer von der Universität Wuppertal über die Inhaltsstoffen und der Qualität von Hanf. Diese Studie listet die genauen Inhaltsstoffe der Hanfsamen auf. Vor allem der Gehalt an Vitaminen ist laut dieser Studie sehr hoch. So zählt der Wissenschaftler die Vitamine B1, B2, B3, B6, Ascorbinsäure und Vitamin E auf. Er findet im Nutzhanf weder Giftstoffe noch das berauschende Tetrahydrocannabinol (THC). Schließlich folgt eine genaue Untersuchung der Aminosäuren. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Zusammensetzung auch hier optimal ist und mit Hanfsamen auf natürlichem Weg die Versorgung mit essentiellen Aminosäuren sichergestellt ist.

Eine andere tschechische Studie aus den 50er Jahren befasst sich mit der therapeutischen Wirksamkeit von Hanf. In erster Linie ging es darum, ob und wie Hanf als bakterienhemmende Substanz eingesetzt werden können. Insgesamt untersuchten die Forscher 3000 Pflanzenarten, wobei schließlich der Hanf genauer untersucht wurde, da sich dieser als äußerst wirksam zur Bekämfpung von Bakterien herausstellte.

Kann der Verbraucher Hanf selbst anbauen?

Obwohl Nutzhanf nur einen THC Gehalt von unter 0,2 Prozent hat, dürfen Privatpersonen keinen Hanf anbauen. Dabei ist es gleichgültig, ob das Saatgut zugelassen, männlich oder weiblich ist. Jeder Anbau und Anbauversuch wird dabei als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gewertet und von der Polizei und von den Justizbehörden verfolgt. Anbauen dürfen nur landwirtschaftliche Betriebe mit einer bestimmten Betriebsfläche, so dass der Anbau auch für Nebenerwerbslandwirte nicht erlaubt ist. Der Anbau ist Genehmigungspflichtig. Durch den Anbau gewonnenes Saatgut darf nicht wiederverwendet werden, denn es könnte sein, dass in dem Saatgut von selbst ein höherer Anteil von THC entsteht. Betriebe der Forstwirtschaft, des Weinbaus, des Gartenbaus, der Fischzucht, der Teichwirtschaft, der Imkerei, der Binnenfischerei und der Wanderfischerei dürfen Hanf nicht anbauen. Unter Gartenbau fallen übrigens auch Gärtnereien. Wer unbedingt seinen eigenen Nutzhanf möchte, der muss sich einen Bauern suchen, der Hanf anbauen darf. Dieses Vorgehen ist gesetzeskonform, wenn er Saatgut verwendet, dass von der EU zugelassen wurde und die nötigen Meldungen bei den Behörden durchführt.

Rezepte

Mixgetränge aus Hanfmilch

Selbstverständlich können Hanfsamen zu den unterschiedlichsten Getränken gegeben werden. Durch den hohen Gehalt an Proteinen und Fettsäuren ergibt sich wunderbares nahrhaftes Getränk für das Frühstück.
Noch besser ist die Verwendung von Hanfmilch. Diese kann mit allen Säften und vielen Geschmacksrichtungen kombiniert werden.

Für das Grundrezept Hanfmilch sind nötig:

  • 1 Mixer
  • 1 Tasse geschälte Hanfsamen
  • 5 Tassen Mineralwasser ohne Kohlensäure, gefiltertes Wasser oder Quellwasser.

Die Hanfsamen nun einfach in einen Mixer geben und Wasser hinzugeben. Etwa 2 Minuten mixen, bis die richtige Konsistenz entstanden ist. Wer zum ersten Mal Hanfmilch herstellt, der sollte anfangs weniger Wasser verwenden. So kann er zunächst ein wenig experimentieren.

Nudelgericht mit Hanfsamen Pesto

Zunächst die Zutaten für das Pesto:

  • Eine Handvoll Basilikum
  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 50 ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Das Pesto am besten als erstes zubereiten, damit es gut durchziehen kann. Sämtliche Zutaten in eine Reibschale mit Pistill geben und zu einem glatten Pesto verrühren. Dieses nun in eine kleine Schale geben und zur Seite stellen.

Nun das Nudelgericht:

  • 500 g Penne
  • 300 g Kartoffeln
  • 600 g tiefgekühlte Bohnen
  • 12 getrocknete Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Kartoffel schälen und würfeln, das Nudelwasser mit Salz zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Nudeln hinzugeben und in 7 Minuten gar kochen. Nach 3 Minuten die Bohnen hinzugeben und noch weitere 5 Minuten kochen. In der Zwischenzeit die Kartoffelwürfel in einer Pfanne mit Olivenöl braten.
Wenn die Bohnen und die Nudeln fertig sind diese in ein Sieb abschütten. Die getrockneten Tomaten in der Pfanne geben und ein paar Minuten anbraten. Nudeln, Bohnen und Kartoffeln untermischen. Zum Schluss das Pesto dazugeben und servieren.

Hanfbrot

Für dieses Brot wird Sauerteig benötigt. Dieser ist in der Herstellung einfacher als viele glauben.
Einfach Roggenmehl mit etwas warmen Wasser anrühren und zugedeckt stehen lassen. Einen Tag später wieder etwas Roggenmehl und Wasser hinzugeben. Nach 3 bis 4 Tagen fängt der Teig an zu gären, wirft blasen und schmeckt angenehm säuerlich. Falls der Sauerteig stark nach Essig riecht oder gar anfängt zu schimmeln, dann kann der Sauerteig nicht verwendet werden und muss entsorgt werden. Beim Backen immer ein wenig vom Sauerteig zurückbehalten, damit kann ein neuer Sauerteig innerhalb eines Tages angesetzt werden.

Nun die Zutaten für das Brot:

  • 500 g Weizenmehl Type 1050
  • 300 g Roggenmehl Type 1150
  • 100 g Hanfsamen
  • Sauerteig
  • 1 Päckchen Hefe
  • 2 TL Salz
  • Etwa ein halber Liter Wasser

Alle Zutaten mit einem Knethaken zu einem festen Teig vermengen. Es geht auch sehr gut mit der Hand. Den Teig zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Nun zu einem Brot formen und auf ein mit Backblech ausgelegtem Backblech geben. Nochmals eine halbe Stunde gehen lassen. Das Volumen des Teiges muss sich stark vergrößert haben. Den Teig mehrmals an der Oberfläche einschneiden und in dem mit 220 Grad vorgeheizten Backofen schieben. Nach 15 Minuten die Backzeit auf 180 Grad erniedrigen und in 45 Minuten fertig backen.

Gefüllte Schweineschnitzel mit Hanf

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 große Schweineschnitzel
  • 8 Scheiben Emmentaler
  • 250 g Speck
  • 3 kleine Zwiebeln
  • 200 g geschälte Hanfsamen
  • Etwas Mehl
  • Paniermehl
  • Öl

Zubereitung:
Die Schnitzel klopfen, salzen und pfeffern. Nun die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, mit dem Speck ebenso verfahren. Auf jedes Schnitzel zwei Scheiben Käse legen, Speck und Zwiebeln hinzugeben und zusammenlegen. Mit Holzstäbchen an den Rändern festmachen.
Den Hanfsamen mit dem Paniermehl mischen. Nun zunächst die Schnitzel in Mehl, im Ei und danach im Hanfsamen/Paniermehl-Gemisch wenden. Die Schnitzel in heißem Fett braten und sofort servieren.

Wiener Boden mit Hanf

Zutaten:

  • 8 Eier
  • 220 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Weizenmehl
  • 40 g Hanfmehl
  • 10 g Hanfsamen
  • 150 g Butter, zerlassen

Diese Zubereitung orientiert sich an der klassischen Herstellung von Wieder Boden. Dabei wird zunächst die Eier/Zucker-Masse warm und danach kalt geschlagen.
Das Vorgehen ist dabei folgendermaßen
Die Eier in eine feuerfeste Schüssel schlagen und den Zucker hinzugeben. Unter Rühren die Masse auf dem Ofen erwärmen. Achtung, sie darf nicht zu warm werden. Wenn die Eier gerinnen, ist die Masse für einen Tortenboden ungeeignet. Danach die Eier in ein anderes, kaltes Gefäß schütten und nun mit dem Mixer rühren, bis die Masse kalt ist. Das benötigt ungefähr eine halbe Stunde. Die Masse wird dabei so fest wie Eischnee, obwohl sie aus Vollei besteht.
Das Mehl mit dem Hanf mischen und unter die Masse heben. Dabei vorsichtig vorgehen, die Masse soll nicht zusammenfallen. Nun noch die zerlassene Butter unterheben und alles in eine Springform, Durchmesser 26 cm geben. Eine halbe Stunde im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad backen. Danach auf ein Blech stürzen, herausschneiden und weiterverarbeiten.


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