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Detox

Detox – die sanfte Reinigung von innen für mehr Energie und Lebensfreude

Ballast und gleichzeitig Gewicht verlieren, sich gesünder, vitaler und frischer fühlen – das klappt mit der Detox-Kur, die sanft von innen reinigt und für mehr Energie und Lebensfreude sorgt.
Detox ist total angesagt, seit Hollywood-Beautys und -Beaus wie Anne Hathaway, Jennifer Garner und George Clooney auf diesen Trend schwören. Sogar Fasten-Verweigerer und Diät-Muffel lassen sich auf die neue „Wunderkur“ ein, die nachweisbare Erfolge garantiert und dieses Versprechen größtenteils auch hält.

Was genau ist „dieses Detox“?

Detox bedeutet, sein Inneres sanft zu reinigen und von diversen Umweltschadstoffen und Pestiziden sowie den Rückständen schlechter Angewohnheiten wie Rauchen, ungesunder Ernährung und stressbedingter Hormonüberproduktion zu befreien.
Sobald die menschlichen Entgiftungsorgane, Haut, Darm, Lymphsystem, Leber und Nieren, überlastet sind, was beispielsweise an einem fahlen Teint erkennbar ist, kann es zu dauerhaften Überbelastungssymptomen im Körper kommen. Funkt dieser dann über einen längeren Zeitraum hinweg SOS an das Gehirn, werden nach und nach auch der Geist träge und die Seele schwer – der gesamte Organismus ist aus dem natürlichen Gleichgewicht geraten.
Eine Detox-Kur, die idealerweise im Frühling durchgeführt wird, hat nun folgendes Ziel: den Body wieder in Balance zu bringen!
Während der einfachen Anwendung, bei der niemand hungern oder asketisch leben muss, kommen Körper, Geist und Seele auf Touren. Detox strafft Bindegewebe, Konturen und die müden Züge im Gesicht, klärt das Hautbild, kurbelt den langsam gewordenen Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und hilft beim Verlieren überschüssiger Pfunde. Außerdem verleiht es Energie, stabilisiert die Psyche und bringt die Denk- und Merkfähigkeit des Gehirns auf Trab. Zugleich sinken Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin.
Für den Detox-Frühjahrsputz, der wie ein Besen den „Müll“ aus dem Körper kehrt, muss man keinen Urlaub in einem teuren Wellnesshotel buchen – alles, was man dazu braucht, sind eine Handvoll hilfreiche Informationen, ein guter Plan und leckere Rezepte.

Detox-Kur – allgemeine Hintergrundinformationen

Basis der Detox-Kur zur Reinigung beziehungsweise Entschlackung des Körpers ist die Vermeidung von stark verarbeiteten und sauren Lebensmitteln, weil diese Ernährung das ausgeklügelte Entgiftungssystem den Menschen stark belastet.
Vor allem tierische Produkte, Fast Food, Fertiggerichte, Alkohol, Kaffee und stark gesüßte Limonaden bilden im Körper Säuren, die von den Basen in Obst und Gemüse neutralisiert werden müssten. Da sich aber kaum jemand ausgewogen ernährt, übersäuert der Organismus mit der Zeit, was zu zahlreichen Beschwerden führen und langfristig ernsthafte gesundheitliche Probleme zur Folge haben kann. Unterstützt wird das säurelastige Ungleichgewicht durch mangelnde Bewegung, Schlafdefizit, emotionale Belastungen und Stress, sodass die natürliche Balance des Säure-Basen-Haushalts nicht mehr so einfach wiederherzustellen ist. Damit diese Schieflage korrigiert, der Körper entlastet und den Entgiftungsorganen eine Erholungspause gegönnt wird, sind bei der Detox-Kur fast nur basische Lebensmittel erlaubt – mit spür- und sichtbarem Rundumerfolg für Körper, Geist und Seele.
Da man während der Detox-Kur regelmäßig Nahrung zu sich nimmt, läuft die übliche Stoffwechselarbeit und damit Verbrennung von Kalorien wie üblich weiter, wird sogar noch kräftig unterstützt und mit der Zeit beschleunigt. Außerdem: Überwiegen im Körper die Basen, wenn auch nur leicht, baut der Körper wesentlich leichter Fett ab.

Detox-Kur – Vorbereitung und praktische Umsetzung

Idealerweise dauert die Detox-Kur zwei Wochen, während der zwar gefastet, aber nicht gehungert, sondern lecker gegessen wird. Als Einstieg in das Gesundheitsprogramm für mehr Lebensqualität eignet sich am besten ein Wochenende, an dem man nichts Besonderes vorhat und die meiste Zeit daheim verbringt.
Samstag und Sonntag wird der Körper langsam und sanft auf die folgende Reinigung eingestimmt. Zu essen gibt es Suppe, getrunken werden Smoothies, Wasser und Tee. An diesen beiden Tagen ist außerdem ein intensives Verwöhn-Programm angesagt, man gönnt sich beispielsweise ein ausgiebiges Schaumbad mit anschließender Ölmassage, relaxed mit einem spannenden Krimi auf der Couch oder unternimmt einen Spaziergang in die Natur.
Die darauf folgende Detox-Woche lässt sich problemlos in den Alltag und in das Berufsleben integrieren, weil man etliche Gerichte vorher zu Hause zubereiten und zur Arbeit mitnehmen kann. Erlaubt sind pro Tag zwei Mahlzeiten sowie zwei Snacks. Sollte trotzdem der Magen zwischendurch knurren, dürfen zusätzlich zwei Detox-Stars konsumiert werden (mehr dazu später) – die sättigen, ohne sich allzu nachteilig auf das Kalorienkonto auszuwirken.
In den auf diese Woche folgenden fünf Tagen wird der hochgepowerte Stoffwechsel langsam wieder an die normale Kost gewöhnt – dennoch verliert man weiter an Gewicht und gewinnt Lebensqualität.
Alle Nahrungsmittel, die während der Detox-Kur konsumiert werden, sollten Bio-Qualität aufweisen.
Wichtig (während der 14 Tage und auch weiterhin): Zusätzlich zu den Smoothies sollte man mindestens zwei Liter am Tag trinken, Detox-Wasser oder Kräutertee, um den Reinigungs- und Erfrischungsvorgang fortzusetzen.

Das vielgerühmte Detox-Wasser

Unterstützt wird die Detox-Kur mit dem „Schlankwasser“, das die Ernährungswissenschaftlerin Cynthia Sass aus den USA entwickelt hat. Durch regelmäßiges Trinken einer Mischung aus verschiedensten gesunden Zutaten mit normalem H2O soll der Stoffwechsel auf Turboschnelligkeit gebracht und damit der Energieumsatz kräftig angekurbelt werden. Zusätzlich hilft das Detox-Wasser beim Ausschwemmen der Giftstoffe.
Das gesunde Nass wird entweder mit Leitungs- oder Mineralwasser hergestellt und immer eiskalt serviert.

Die Top-5:

  • Ein Stück Ingwerknolle schälen und würfeln, eine halbe Gurke und eine Zitrone in Scheiben schneiden, Minze zufügen und mit Wasser aufgießen. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.
  • Zwei Zitronen auspressen, zwei EL Ahornsirup, eine Prise Salz und eine Messerspitze Cayenne-Pfeffer zufügen und mit Wasser aufgießen.
  • Je eine halbe Zitrone, Limette, Grapefruit und Gurke in Scheiben schneiden, ein TL geriebener Ingwer (oder ein Stück Ingwerknolle schälen und würfeln) und Minze hinzufügen, mit Wasser aufgießen und mindestens eine Stunde ziehen lassen.
  • Einige Stücke frische Ananas und zwei Stangen Zuckerrohr zusammenfügen und mit Wasser aufgießen.
  • Eine halbe Tasse geschnittene Ananas, fünf Erdbeeren, zwei TL Apfelessig und eine Handvoll Basilikumblätter zusammenfügen und mit Wasser aufgießen.

Die Detox-Kur – ein Plan zum Nachmachen

Die ersten beiden Tage sind zur Einstimmung gedacht, es werden Suppen gegessen und Smoothies sowie Detox-Wasser und Tee getrunken. Meldet sich zwischendurch der Hunger, darf man eine Tasse Gemüsebrühe zusätzlich zu sich nehmen.

1. Tag

Erdbeer-Smoothie: 500 g Erdbeeren (auch TK) mit Saft von zwei Orangen purieren, uber den Tag verteilt schluckweise trinken.

Gärtnersuppe: 400 g Blumenkohl, 200 g Lauch, 200 g Möhren und 100 g Weißkohl in einem Liter Gemusebruhe etwa 15 Minuten lang köcheln. Danach purieren, zwei EL Petersilie untermischen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Über den Tag verteilt löffelweise essen (auch kalt genießbar).

2. Tag

Tomaten-Möhren-Smoothie: 250 ml Möhrensaft mit 500 ml Tomatensaft verquirlen, uber den Tag verteilt schluckweise trinken.

Paprika-Möhren-Suppe: Zwei rote Paprika, eine Zwiebel und 400 g Möhren würfeln und in 0,8 Liter Gemusebruhe etwa 15 Min. köcheln. Danach purieren und mit Salz, Pfeffer und zwei EL Basilikum (fein gehackt) abschmecken. Über den Tag verteilt löffelweise essen (auch kalt genießbar).

Die erste Detox-Woche

Erlaubt sind pro Tag zwei Mahlzeiten sowie zwei Snacks. Zusätzlich darf man zwei Detox-Stars zu sich nehmen, wenn man hungrig ist. Wichtig dabei ist, dass man in Ruhe und in einer angenehmen Atmosphäre isst und sorgfältig kaut. Getrunken wird neben den Smoothies weiterhin Detox-Wasser oder Tee.

Tipp: Wer Familie hat, muss trotzdem nicht extra kochen. Alle Detox-Rezepte können ganz einfach fur die anderen mit Sahne verfeinert und/oder mit Würstchen beziehungsweise gebratenem Fleisch oder Fisch ergänzt werden. Wer genau in dieser Woche mit Freunden oder Geschäftspartnern essen gehen muss, bestellt Suppe und Salat, ein Smoothie oder gedünstetes Gemüse mit Salzkartoffeln (ohne Butter oder Sauce!).
In diesen sieben Tagen kann der Organismus mit den Schüssler Salzen Nr. 6, 10 und 12 unterstützt werden, die alternativmedizinischen Präparate helfen beim Entgiften und Fettabbau. Ideal ist die Einnahme von drei Tabletten (aufgelöst in heißem Wasser) Nr. 10 morgens, drei Stück Nr. 6 mittags und drei Stück Nr. 12 abends.

Beispiel für einen Tag in der Detox-Woche:

Morgens – Mango-Smoothie: Saft einer Orange mit Fruchtfleisch einer halben Mango und einer Banane purieren. Nach Belieben mit Wasser verdünnen und langsam trinken.

Snack: ein Apfel

Mittags – Kreta-Salat: Eine halbe kleine Gurke, 100 g Kirschtomaten (halbiert, entkernt), 50 g Rucola und einen EL Oliven (entkernt) mit einer Sauce aus einem TL Olivenöl, zwei EL Orangensaft und zwei EL Gemusebruhe mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Snack: eine halbe Mango

Abends – Gemuse-Curry: 150 g gewürfelte Kartoffeln, eine kleine gewürfelte Fenchelknolle, 10 g Ingwer und eine Schalotte (beides fein gehackt) mit etwas Curry und Kreuzkummel in einem TL Öl dunsten. Mit 100 ml Gemusebruhe aufgießen, bei geschlossenem Deckel etwa 15 Min. köcheln lassen. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem EL Korianderblättchen bestreut anrichten.
Die fünf beliebtesten Detox-Stars für Zwischendurch:

  • Rote Bete: Stärkt den Körper mit reichlich Antioxidantien und verbessert die Zellatmung.
  • Fenchel: Absorbiert Giftstoffe und hilft bei deren Ausleitung, unterstützt die Filterarbeit der Organe.
  • Möhre: Das Pro-Vitamin Betacarotin fängt freie Radikale ab und schützt damit den Organismus.
  • Orange: Aktiviert die Entgiftungs-Enzyme des Körpers.
  • Apfel: Stärkt mit ca. 300 Bio-Stoffen die Leber, neutralisiert mit seinen Pektinen diverse Schadstoffe.

Nach der siebentägigen Detox-Woche folgen fünf Aufbau-Tage. Ab sofort sind Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Getreide (nicht abends!) wieder erlaubt, ebenso Kaffee und Alkohol in ganz kleinen Mengen.
Um das Säure-Basen-Verhältnis, das in der vergangenen Woche in Balance gebracht wurde, zu stabilisieren und damit den Erfolg aufrechtzuerhalten, sollten man weiterhin häufig Gemüse, Obst und Salat essen.

Beispiel für einen Tag in den fünf Aufbau-Tagen:

Morgens – Tomatenbrot: Eine Scheibe Vollkornbrot mit 50 g Huttenkäse bestreichen, mit einer in feine Scheiben geschnittenen Tomate belegen und mit einigen Basilikumblättchen garnieren. Ein wenig salzen und pfeffern.

Snack: ein Apfel

Mittags – Kichererbsen-Dip: 90 g Schafskäse light, 50 g Kichererbsen aus der Dose (abgetropft) mit einer kleinen, fein gehackten Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und Paprikapulver purieren. Mit je einer halben Gurke, roten und gelben Paprika und einer in kleine Stückchen geschnittenen Chicorée anrichten.

Snack: eine halbe Gurke, einen roten oder gelben Paprika

Abends: Hähnchenbrust mit Wurzelgemüse: 200 g Möhren, eine Petersilienwurzel und 150 g Kartoffeln gewurfelt sowie 100 g Lauch in feine Ringe geschnitten in 300 ml Gemusebruhe etwa 15 Min. köcheln. 120 g in feine Streifen geschnittenes Hähnchenbrustfilet hinzufügen und bei geringer Hitze etwa zehn Minuten mitgaren. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem EL Schnittlauchröllchen garnieren.

Vorteile der Detox-Kur gegenüber anderen Fasten- oder Diätmaßnahmen

Der größte Vorteil der Detox-Kur liegt wohl darin, dass der Körper während der beiden Wochen nicht in den Fastenmodus umschaltet und auf Sparflamme läuft. Denn eine sinnlose Reduzierung der Kalorien (wie etwa das Weglassen der Pommes zum fetten Burger im Fast-Food-Restaurant) oder Extremfasten haben in fast allen Fällen den gefürchteten Jo-Jo-Effekt zur Folge. Das bedeutet, dass der verlorene Ballast bei Umstellung auf normale Nahrungszufuhr ruckzuck wieder auf Bauch, Po, Hüften und Oberschenkel landet.
Ein weiterer Pluspunkt der Detox-Kur ist, dass durch das erzielte Säure-Basen-Gleichgewicht eine den Organismus schonende Reinigung des Körpers inklusive Gewichtsabnahme erfolgt, sodass die übliche „Fastenkrise“ (auf die fast immer eine Heißhungerattacke oder sogar ein Abbruch der Maßnahme folgt) ausbleibt.
Darüber hinaus wird keine andere Diät durch eine gesundheitsfördernde Entgiftung aufgewertet.
Wer die 14 Tage durchhält, hat außerdem einen Bonus auf Lebenszeit: Hat man die neuen Essgewohnheiten nämlich erst einmal gelernt und verinnerlicht, helfen diese dauerhaft das Idealgewicht zu halten, immer wieder zwischendurch Energie zu tanken, Vitalität und Fitness zu steigern und den Körper zu reinigen. Hat man nämlich einmal über die Stränge geschlagen, beispielsweise über die Weihnachtszeit, legt man danach einfach zwei Detox-Tage ein. Zusätzlich sollte sich jeder Mensch alle drei Monate ein Smoothie-Suppen-Relax-Verwöhn-Wochenende gönnen und ein wenig entgiften.

Kritik an der Detox-Kur – der Mythos vom Entgiften

Sind alle Menschen vergiftet? Befreit die Detox-Kur als „Wunder-Fastendiät“ von allem „ungesunden Zeug“, das sich im Körper ansammelt und ablagert?
Zweifler und Skeptiker lächeln über solche Fragen und beantworten sie folgendermaßen: Der Wunsch nach Entgiftung ist eine Reaktion auf die medial verbreiteten und sich täglich mehrenden Hiobsbotschaften zur Schadstoffbelastung unserer Umwelt und Nahrung. Und nicht zuletzt auch auf einen Trend – die Promis leben es ja vor: Was für einen George Clooney gut ist, kann für Max Meier nicht schlecht sein.
Dass sich diverse Gifte beziehungsweise gesundheitsschädliche Stoffe im Organismus ansammeln, bezweifelt niemand. Dass diese jedoch nicht weiterhin erfolgreich auf dem üblichen Weg ausgeschieden werden, für diesen Vorgang also Detox notwendig ist, jedoch schon. Im Normalfall erledigen die Entgiftungsorgane ihre Aufgabe bei gesunden Menschen allerdings mit Bravour (wenn diese versagen, brennt ohnehin der Hut). Es sammeln dich daher kaum Gifte im Körper an (übrigens schon gar keine „Schlacken“, wie man Rückstände bei beispielsweise Verbrennungsprozessen bezeichnet).
Auch auf die Frage, wie genau die Detox die Schadstoffe abtransportiert, bleibt unbeantwortet.
Fakt ist also: Es existiert kein Beweis dafür, dass eine Detox-Kur entgiftet. Vielmehr handle es sich, so die Wissenschaft, um bestenfalls ein Placebo als scheinbare Lösung für ein nicht existentes Problem. Allerdings belegen einige klinische Studien, dass Detox dabei helfen kann, die Leber zu entlasten.
Im Jahr 2012 wollte Edzard Ernst, ein Professor für Alternativmedizin aus Großbritannien, eine wissenschaftliche Arbeit über Detox schreiben und sammelte dazu alle gesundheitsrelevanten Informationen, die er finden konnte. Es existierten allerdings ausschließlich Studien zu Detox im Bereich „Blutreinigung“ und „Drogentherapie“, nicht aber zum sanften, gesunden Entgiften in Eigenregie.
Fazit: Eine Detox-Kur kann nicht schaden, im Idealfall sogar dazu verhelfen, ein paar Kilos abzunehmen. Es hilft dem Körper aber nicht beim Abtransport oder Ausschleusen von angesammelten Umweltgiften, „Schlacken“ oder anderen schädlichen Stoffen.

Risiken und Nebenwirkungen von Detox

Im Verlauf der 14-tägigen Detox-Kur kann es zu einigen Nebenwirkungen kommen:

  • Kopfschmerzen: Der Entzug von Kaffee beziehungsweise Koffein kann aufgrund des abfallenden Blutdrucks bei manchen Menschen Kopfschmerzen verursachen.
    Gegenmaßnahme: Mit viel Bewegung im Freien den Blutdruck wieder ankurbeln.
  • Mundgeruch: Durch die Ernährungsumstellung kann der Verdauungsapparat mit unangenehmen Gerüchen reagieren.
    Gegenmaßnahme: Kaffeebohnen, Petersilie beziehungsweise Dill- oder Anissamen kauen, mit Menthol-Mundwasser gurgeln oder Chlorophylltabletten in der Apotheke besorgen.
  • Hautunreinheiten: Die Gifte entweichen über die Haut, die unter Umständen mit Unreinheiten reagiert.
    Gegenmaßnahme (fürs Gesicht): Dampfbäder mit Kamille, Masken mit Heilerde oder Kokosöl.
  • Augenringe: Vor allem zu Beginn der Detox-Kur können die Augen anschwellen.
    Gegenmaßnahme: Schwarzteebeutel mit heißem Wasser übergießen, etwas abgekühlt für etwa zehn Minuten auf die Augen legen.
  • Schlechte Laune: Aufgrund der Ernährungsumstellung kann das Suchtzentrum (Zucker, Fette, Aspartam, …) Alarm auslösen und die Stimmung auf den Nullpunkt sinken.
    Gegenmaßnahme: An duftenden Aromaölen oder natürlichen Lebensmitteln schnuppern – typische gemütsaufhellende und harmonisierende Gerüche sind Vanille, Limone, Orange, Zimt, Kiefer, Zeder, Pfefferminze, Geranium und Patchouli.
  • Schwindel und Schwächegefühl: Da die Kalorienzufuhr zu Beginn einer Detox-Kur deutlich reduziert wird, kann zu Entzugserscheinungen in Form von Schwindel und Schwäche kommen.
    Gegenmaßnahme: keine nötig, nach etwa drei Tagen hat sich der Körper an den Sparmodus gewöhnt und der Kreislauf eingependelt. Ist der Schwindel akut, hilft Akupressur: Man drückt den Punkt zwischen Daumen und Zeigefinger etwa fünf Minuten lang in kurzen, rhythmischen Abständen.
  • Blähungen und Durchfall: Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm reagieren auf den hohen Anteil an Ballaststoffen in den Rohkostgerichten vielleicht mit Blähungen und/oder Durchfall.
    Gegenmaßnahme: keine möglich, den Symptomen mit ausreichend Wasser entgegenwirken, damit kein Mineralverlust droht.

Echte Gesundheitsrisiken bestehen bei der sanften Entgiftung keine, dennoch sollten Menschen mit akuten Infekten und Nierenschäden auf die Detox-Kur verzichten oder sie verschieben.


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