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Ayurveda

Ayurveda – eine Jahrtausende alte Heilkunst neu entdeckt

Ayurveda – was ist das? Kann Ayurveda unsere gesundheitlichen Probleme lindern und zu unserem Wohlbefinden beitragen? Viele Anwender bejahen diese Frage und sind von Ayurveda begeistert. Damit stehen sie in einer langen Tradition. Ayurveda ist mehr als 5000 Jahre alt und hat seinen Ursprung in Asien/Indien. es handelt sich hier um das älteste, überlieferte Gesundheitssystem. Die ganzheitlich ausgerichtete Lehre enthält in der Hauptsache die folgenden Aspekte:

  • Typologie des Menschen nach Temperament und „Körpersäften“
  • Ernährung
  • Ayurveda Massagen
  • Ayurveda Kuren
  • Heilpflanzen

In asiatischen Ländern ist Ayurveda anerkannt, doch die evidenzbasierte westliche Medizin nimmt Ayurveda (noch) nicht in allen Aspekten ernst. Die Wirksamkeit entzieht sich Tests und Überprüfungen, was auch kein Wunder ist – die einzelnen Anwendungen des Ayurveda wirken am besten gemeinsam. Ayurveda ist eine ganzheitliche Methode und sieht den Menschen in seiner Gesamtheit. Ebenso wie die traditionelle chinesische Medizin kommen einzelne Anwendungen der ayurvedischen Praxis erst nach und nach auch in europäischen Ländern an. Heute kann sich der Westeuropäer jedoch glücklicherweise selbst von der Wirksamkeit des Ayurveda überzeugen. Im Idealfall tut er dies, bevor er mit Beschwerden zu kämpfen hat – so lässt sich manche Krankheit von vornherein verhindern.

 

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Warum kann Ayurveda das Wohlbefinden steigern und Krankheiten verhindern?

Ayurveda sieht den Menschen als Ganzes. Er wird einem „Dosha“ zugeordnet, was alle anderen Maßnahmen beeinflusst. Bewusste Ernährung, bewusste Entspannung und entgiftende Kuren sorgen für ein Wohlbefinden, das die Abwehrkräfte stärkt. So haben Krankheiten weniger Chancen, den Körper anzugreifen.

Bei der Typologie, der Bestimmung des Dosha wird zwischen drei grundlegenden Typen unterschieden:

  • Vata (Wind, Luft und Äther). Dabei handelt es sich um das Bewegungsprinzip.
  • Pitta (Feuer und Wasser). Das ist das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip.
  • Kapha (Erde und Wasser). Dies ist das Strukturprinzip.

Diese Dosha Energien sind in jedem Körper enthalten. Im gesunden Menschen befinden sie sich im Gleichgewicht, was aber in den meisten Fällen nicht zutrifft. Der ayurvedisch geschulte Arzt diagnostiziert das Verhältnis der einzelnen Doshas zueinander. Dafür wendet er die Blickdiagnose, eine intensive Befragung und die ayurvedischen Pulsdiagnose an. Letztere ist bei der westlichen Schulmedizin besonders umstritten. Zusätzlich wird ein spezielles Horoskop zu Rate gezogen, welche Aussagen über das Verhältnis der Doshas machen kann.
Nun weiß der Arzt, welche Prinzipien im Körper des Patienten vorherrschen und kann entsprechend reagieren. Hat ein Mensch zum Beispiel zu viel Pitta, also Feuer, wird ihm zum Verzehr von kühlem Joghurt geraten werden, um die Energien auszugleichen. Die meisten Menschen sind jedoch Mischformen, bei denen nicht ein Prinzip besonders hervorsticht, sondern eher ein einzelnes Prinzip besonders unterrepräsentiert ist. der ayurvedischen Logik folgend gilt es nun, eben jenes Prinzip zu stärken, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

Wie wird im traditionellen Ayurveda behandelt?

Natürlich kommt auch in Indien ein Patient meist dann zum Arzt, wenn er konkrete Beschwerden hat. Diese Beschwerden werden dann grundsätzlich durch ein Ungleichgewicht der Doshas und das Vorhandensein von Schlacken und anderen Ablagerungen im Körper erklärt. Eine wichtige Methode der Behandlung ist das Entgiften des Körpers und das Entfernen der Schlacken. Dazu werden verschiedene Maßnahmen angewendet:

  1. Fasten
  2. Bäder
  3. Einläufe
  4. therapeutisches Erbrechen und Aderlass
  5. Massagen
  6. Yoga- und Atemübungen
  7. Farb- und Musiktherapie
  8. Ayurvedische Arzneimittel

Diese Maßnahmen sind Ausdruck der Ganzheitlichkeit der ayurvedischen Anwendungen. Im Ayurveda wird der Mensch als Summe seiner körperlichen Teile (und mehr) betrachtet. Er besteht also aus den drei Prinzipien, den Doshas, und zusätzlich aus sieben sogenannten Basisstoffen. Diese sind: Rasa, Meda, Asthi, Rakta, Mansa, Majja, Mansa, Shukra. Im Körper befinden sich natürlich auch noch die Abfallstoffe, deren Abtransport besonders im Fokus des Ayurveda steht.

So sieht man im Ayurveda den Menschen:
Er isst, assimiliert, verarbeitet, absorbiert und verstoffwechselt. Ebenfalls erzeugt er Abfallstoffe. Sind diese Vorgänge nicht im Gleichgewicht, entstehen Krankheiten. Hier wird deutlich, dass der Ernährung ein großer Einfluss auf den menschlichen Körper zugesprochen wird. „Du bist was du isst“ ist ein Prinzip, das bei uns leider zu wenig beachtet wird. Die individuelle Diät ist also ein Grundpfeiler der ayurvedischen Therapie. Aber auch Ordnungstherapien sollen den erkrankten Menschen wieder ins rechte Gleichgewicht bringen. Das bedeutet eine klare Tagesstruktur, die auf den jeweiligen Patienten und seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Die physikalischen Therapien haben ebenfalls eine tragende Wirkung.

Einige dieser Maßnahmen hören sich für uns befremdlich an, besonders auf die Einläufe, den Aderlass und das therapeutische Erbrechen verzichten wir doch gern. Tatsächlich kann Ayurveda aber auch für den westeuropäischen Menschen auf der Suche nach Heilung und Wohlbefinden von großem Nutzen sein – es gilt eben die Maßnahmen anwenden zu lassen, mit denen man sich wohl fühlt. Allerdings nicht zu wohl, denn das könnte der Heilung abträglich sein. man wird nämlich feststellen, dass gerade der Pitta Mensch ungern zum kühlenden Joghurt greift, um nur ein Beispiel zu nennen. Das in ihm vorherrschende Prinzip drängt zur Verwirklichung und will sich selbst immer wieder bestätigt sehen.

Nachdem wir nun grundsätzlich verstanden haben, welche Sichtweise auf den Menschen und seine Krankheiten im Ayurveda vorherrscht, können wir die verschiedenen Maßnahmen, die auch bei uns im westeuropäischen Raum zur Anwendung kommen, besser einordnen und in ihrer Zweckmäßigkeit erfassen. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich im Wesentlichen um:

  1. Ernährung
  2. Massage
  3. Kur

Die Ernährungstipps des Ayurveda – Krankheiten vorbeugen durch das richtige Essen

  • Jeder Mensch soll nur dann essen, wenn er Hunger hat – nicht weil das Essen auf dem Tisch steht oder die Uhr es sagt.
  • Zwischen den Mahlzeiten soll eine angemessene Zeitspanne liegen, so dass die letzte Mahlzeit schon verdaut worden ist. – Zwischenmahlzeiten sind im Ayurveda verpönt und gelten als gesundheitsschädlich.
  • Gegessen werden sollten immer nur zwei Hände voller Essen – niemals sollte man sich vollstopfen und den Magen bis zum Rand füllen. Ein ganz kleines Hungergefühl sollte noch übrig bleiben.
  • Die größte Mahlzeit sollte man mittags einnehmen, wenn die Verdauung am stärksten ist. Schwere Mahlzeiten nicht am Abend gegessen werden.
  • Für das Essen sollte man sich immer Zeit nehmen. Niemals wütend, hastig oder in einer anderen schlechten Gemütsverfassung essen, das kann dem Körper schaden.
  • Was sollte man essen? Frische Lebensmittel, die regional angebaut werden und auch der Jahreszeit angepasst sind.
  • Getrunken werden sollte nur abgekochtes Wasser, aber nicht zu kalt, und Kräutertees.
  • In jeder Mahlzeit sollten sich die sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen wiederfinden. Diese sind süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb.

Nun, erkennen wir westlichen Menschen uns in diesen Ernährungstipps wieder? Wahrscheinlich würde ein ayurvedisch geschulter Mensch sich nicht wundern, dass wir uns mit verschiedenen Zipperlein und Beschwerden herumschlagen. Unsere Esskultur entspricht in keinem einzigen Punkt den ayurvedischen Ratschlägen.

Wer die Gelegenheit hat, den eigenen Typ nach Ayurveda bestimmen zu lassen, der sollte diese unbedingt ergreifen. Dann lässt sich auch die Ernährung entsprechend anpassen und die Wirkungen lassen sich direkt und unmittelbar überprüfen.

Einige Tipps lassen sich jedoch auch ohne eine individuelle Typologie schon umsetzen:

  • Essen sollte optimal vom Körper aufgenommen werden können. Im Ayurveda sind die meisten Speisen darum gekocht, Rohkost kommt nur selten vor. Süße Speisen werden vor den Mahlzeiten gereicht, nicht wie bei uns als Dessert danach. So kann das Essen insgesamt besser verdaut werden.
  • Essen sollte immer in einer angenehmen Umgebung stattfinden. Am besten im Kreis der Familie oder mit Freunden, in gelöster und angenehmer Atmosphäre. Ein indisches Sprichwort besagt, man sollte den Magen zu einem Drittel mit Wasser, einem Drittel Luft und einem Drittel Essen füllen. Es darf also herzlich und angeregt gesprochen werden während man isst. Im Ayurveda hält man auch nichts davon, irgendwelche natürlichen Bedürfnisse zu unterdrücken. Wer also aufstoßen oder einen Wind lassen muss, der soll dies einfach tun. Gewürze sind das A&O in der ayurvedischen Küche. Für die Inder sind sie quasi göttliche Zutaten, die ein Essen erst zu dem machen, was es ist. Wer einmal typisch ayurvedisch Rezepte probieren möchte, sollte die nötigen Gewürze am besten direkt in asiatischen Läden kaufen, die es eigentlich in jeder Stadt gibt. Dort sind die Preise überraschend günstig, was auch für Zutaten wie Reis gilt.
  • Die zehn wichtigsten Gewürze der ayurvedischen Küche sind Nelken, Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Muskat, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Pfeffer, Safran und Zimt.
  • Die Wirkung von Gewürzen ist übrigens auch in der westlichen Welt anerkannt. Was der ayurvedisch orientierte Mensch einfach hinnimmt, ausprobiert und sich anhand der eigenen Erfahrungen bestätigen lässt, wird auch im Labor bewiesen: Die in den Gewürzen enthaltenen, sekundären Pflanzenstoffe wirken auch schon in kleinsten Mengen. In Indien weiß man dies schon seit einigen tausend Jahren.

Ayurveda Massage – mehr als nur Berührung von außen

Die klassische Ayurveda Massage ist eine Öl-Massage. Natürlich werden die Öle speziell für den individuellen Typ ausgesucht und auch auf eventuelle Beschwerden angepasst. Eine Ayurveda Massage dient auch der Reinigung: Sie soll die Kanäle öffnen, durch die das sogenannte Ama abtransportiert wird. Dabei handelt es sich um Unverdautes und Verschlackendes. Das gilt es durchaus auch als Metapher zu verstehen! Denn auch das seelische Ama wird bei einer ayurvedischen Massage entfernt. Die meisten Menschen bestätigen, sich nach einer Ayurveda Massage heiter, gelassen und erleichtert zu fühlen.

Was sind die Wirkungen einer Ayurveda Massage?

Sie befreit den Menschen von seinem Alltagsstress, er fühlt sich gelassen, wohl und gestärkt. Sie öffnet verstopfte Kanäle und lässt so die Energie des Körpers wieder fließen. Auch Verkrampfungen und Blockaden werden gelöst und das Lymphsystem wird gereinigt und angeregt.
Meist kommen Kräuter Öle zum Einsatz, die auf eine angenehme Temperatur erwärmt werden. Eine Ayurveda Massage dauert mindestens 60 Minuten und wird von vielen Menschen als angenehmer empfunden als beispielsweise eine chinesische Massage, die mit mehr Krafteinsatz durchgeführt wird.

Eine Ayurveda Kur – ganzheitlich zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude

Natürlich kann man zu Orten fahren, an denen ursprüngliches Ayurveda angewendet wird, und dort eine Kur machen. Es ist jedoch heute auch problemlos möglich, in Deutschland eine Ayurveda Kur zu machen und so von der gesammelten indischen Heilkunst profitieren zu können. Sinnvoll ist dabei immer, den Veranstalter der Ayurveda Kur und die einzelnen Anwendungen unter die Lupe zu nehmen. Wo wurde das Ayurveda gelernt, inwieweit beziehen sich die Maßnahmen auf das originale Ayurveda? Auch die genaue Bestimmung des individuellen Typus ist von entscheidender Bedeutung. Eine mehr oder weniger beliebig durchgeführte Ayurveda Kur mit all ihren wohltuenden Bestandteilen trägt so oder so zum Wohlempfinden bei, richtig profitieren wird man jedoch nur, wenn die Maßnahmen individuell abgestimmt sind. Dies gilt besonders, wenn es sich um eine Ayurveda Heilkur handelt. Diese muss von den Ayurveda Wellnesskuren unterschieden werden.

Letztere dienen natürlich der Entspannung und helfen, in einer Auszeit vom stressigen Alltag einmal gründlich aufzutanken. In verschiedensten Kur- und Wellnesshotels in Deutschland werden ganzheitlich ausgerichtete Wellness Ayurveda Kuren angeboten, die mit ihren Vorbildern aus Sri Lanka und Indien durchaus mithalten können. Hingehen ist eine Original Ayurvedakur Panchakarma-Kur eine medizinisch ausgerichtete Kur, die eine Entgiftung des Körpers ermöglichen soll. Bei derPanchakarma-Kur heißt das „fünffache Reinigung“. Empfohlen wird eine solche Kur, für die man zwei bis drei Wochen einplanen sollte, bei den folgenden Beschwerden:

  • Rheuma
  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • chronische Kopfschmerzen
  • Angstzustände und Schlafstörungen
  • Stress und Burnout
  • chronischer Infekt der Bronchien und Nasennebenhöhlen
  • Stoffwechselstörungen
  • Nachbehandlung schwerer Operationen und nach Chemotherapis
  • Tinnitus
  • Bluthochdruck

Um die oben erwähnten, teilweise unangenehmen Anwendungen wird man bei Panchakarma nicht herumkommen. Der Leidensdruck ist also meist schon ziemlich hoch, bevor sich ein Westeuropäer freiwillig einer solchen Reingungskur unterzieht. Es ist von großer Wichtigkeit, dass eine solche Kur nur von einem erfahrenen und gut geschulten Therapeuten durchgeführt wird. Wenn Gifte, die seit Jahren oder vielleicht Jahrzehnte im Körper lagern, an die Oberfläche geraten, muss der Organismus gut überwacht und entsprechend unterstützt werden.

Eine Ayurveda Wellness Kur ist hingegen für jedermann geeignet und kann auch schon mit einem zeitlichen Aufwand von einer Woche sehr effektiv sein. Eine solche Verwöhnwoche ist geprägt von ayurvedischen Massagen, dem sogenannten Shirodhara-Öl-Stirnguss (auch als Snehana bekannt) und dem Pinasweda (den beliebten Kräuterstempel). Auch das Thema Ernährung kommt nicht zu kurz, so dass man eine meist vegetarische Diät genießen kann. Mit Yoga und Meditationsübungen wird eine Ayurveda Kur abgerundet.

Wie schnell wirkt Ayurveda?

Das Besondere an Ayurveda ist, dass es sich um mehr als ein nur eine spirituelle Heilmethode handelt, der spirituelle Aspekt jedoch nicht zu kurz kommt. Die westliche Schulmedizin behandelt meist nur die Symptome und sieht den Menschen eben nicht in seiner Ganzheit. Auch wenn manche Methoden des Ayurveda für den westlichen Menschen ungewohnt sind, liegt in ihnen doch eine echte Chance verborgen: Gerade chronisch kranke Menschen, deren Beschwerden oftmals mit Medikamenten „ruhig gestellt“ werden, können eine echte Wandlung und Heilung erfahren, wenn sie mit Ayurveda in Berührung kommen. Wer konsequent eine ayurvedische Lebensweise in seinem Leben integriert, kann schon nach wenigen Tagen oder Wochen echte Erfolge an sich feststellen.


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